Samstag, 13. November 2010


so...hier ein neuer beitrag:

in luzern läuft alles soweit so gut. diese woche hatten wir sinfoniekonzert mit unserem neuen chefdirigenten James Gaffigan und als solist kam der weltberühmte geiger Jushua Bell. Im theater läuft zur zeit noch die zauberflöte in der ich zu hören bin (allerdings nur ganz selten) und den sommernachtstraum als ballett...
am montag gibt es für mich eine premiere. ich werde mit dem zürcher kammerorchester in der Tonhalle spielen.




Zu hören sind:
Zürcher Kammerorchester
Andrea Marcon, Dirigent
Pieter Wispelwey, Violoncello
Paolo Giacometti, Klavier
Alexander Janiczek, Violine

und hier noch ein Zeitungsartikel aus dem Naumburger Tageblatt (mit besten grüssen an Herrn Krämer):


FAMILIE Die Hutters aus Naumburg können stolz sein auf ihre erwachsenen Kinder. Sie musizieren und schauspielern im In- und Ausland - und das äußerst erfolgreich.

Auf den Bühnen der Welt

VON KLAUS -DIETER KRAMER

NAUMBURG - Im Hause der Naumburger Familie Hutter dürfte öfters eine gewisse Anspannung herrschen, wenn die Gedanken bei den Kindern sind. Philipp, Rahel und Jonathan, die erwachsenen Kinder des Schweizer Ehepaares Myrtha und Stefan Hutter, sind nämlich gerade dabei, als Künstler die Bühnen der Welt zu erobern. Das geschieht fernab ihres Elternhauses, das seit 1996 in der Domstadt steht.

Jonathan Hutter, der Jüngste des Trios, der nach Abitur und Zivildienst die Trompete aus der Hand gelegt hat, studiert an der Schauspielschule in Stuttgart im zweiten Studienjahr. Es war wohl von Anfang an sein Wunschstudium. Am 8. Oktober erlebt er am Wilhelma-Theater der baden-württembergischen Landeshauptstadt eine Premiere. "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare steht auf dem Spielplan. Das Ensemble der Akteure stellen Studenten des zweiten und dritten Jahrganges. Jonathan Hutter ist dabei. Gleich in vielfacher Weise ist seine ältere Schwester Rahel unterwegs. Sie studiert an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, hat das Fach Klavier/Jazzpiano belegt, kümmert sich als Studentenvertreterin in einem Beirat um Gleichstellungsangelegenheiten. Ob mit dem Ensemble "Trionade" (Saxophon, Kontrabass, Klavier), mit dem Hutter-Trio ("Jazz trifft Kunst") oder der Damen-Band "Evas Apfel" (Swing, Jazz und Pop) gibt sie bereits jetzt bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten Kostproben ihres Könnens.

Am 21. November läuft im E-Werk Kesseltal, einer Nebenspielstätte und Experimentierbühne des Deutschen Nationaltheaters Weimar, das Programm "Und den ganzen Kummer will ich auch - schöne, lustige, nicht so schöne und nicht so lustige Lieder über die Liebe", dargeboten von Studentinnen und Studenten der Klassikerstadt. Darunter auch Rahel Hutter. Das Studium an der Musikhochschule Detmold, ergänzt mit einem Gastjahr am Amsterdamer Konservatorium, hat Philipp Hutter im Sommer bereits erfolgreich abgeschlossen. Ohne Unterbrechung ist er in sein erstes festes Engagement gegangen. Der 24-Jährige ist jetzt Solotrompeter im Luzerner Sinfonieorchester. Das Ensemble besteht seit 1806, ist das älteste sinfonisch besetzte Orchester der Schweiz. Auch sein erstes Gastspiel mit diesem Klangkörper hat Hutter schon hinter sich. Das führte ihn zu den Meraner Kulturwochen nach Südtirol in Italien. Erst kürzlich spielte Philipp Hutter ein Solokonzert in London, gemeinsam mit der Pianistin Mei Yi Foo aus China und dem Ensemble "The Russian Virtuosi". Ein Trompetenkonzert des jungen Schweizer Komponisten Salomon Cuellar, eine Uraufführung, und das 1. Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch standen auf dem Programm. Damit nicht genug: Die Luzerner werden mit ihrem Solotrompeter in diesem Jahr noch in der Mailänder Scala, in Antwerpen und in Wien zu hören sein. Und zum Abschluss der Spielzeit 2010/ 2011 winkt eine Tournee durch China und Japan.

Was mit dem gemeinsamen Musizieren der Geschwister mit dem Vater Stefan Hutter begann, sich mit den Aufführungen der Heilsarmee-Musicals, den Landes- und Bundeswettbewerben "Jugend musiziert" sowie der schulischen Ausbildung an der Latina-Spezialschule in Halle fortsetzte, findet nun die logische Fortsetzung. Die Hutter-Kinder suchen und finden ihren Weg in der weiten Welt der Musik und des Schauspiels.